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Die Frage nach dem Wert

Wie viel darf  professionelle Trainingsplanung  kosten?   Betrachtet  man  die  Wechselzonen  bei  heimischen  Triathlonbewerben,  fällt  Eines klar auf:  Beim  Material  wird in  den meisten Fällen  nicht  gespart.  Während beim Tri-Bike für Carbon und Aerodynamik keine  Kosten  gescheut werden,  scheint die Lage bei der Spendierfreudigkeit für professionelle Trainingsplanung eine ganz andere zu sein.

Da Amateursportlern zwar ohne Frage oft in Ehrgeiz und persönlichem Investment Profis um nicht viel nachstehen, da sie ja immerhin den Triathlonsport rein als „Hobby“ betreiben und meist Arbeit, Familie etc. auch noch ihre Aufmerksamkeit benötigen, ist hier allerdings der Spielraum für persönliche Leistungssteigerung rein aus sportwissenschaftlicher Sicht groß. Das ist aber eine andere Geschichte. Faktum ist allerdings, dass Amateure meist nicht den Zenit ihrer sportlichen Leistung erreicht haben und ihre Ergebnisse nur selten vom Equipment allein sich verbessern. Professionelle Trainingsplanung hingegen ist hier der Schlüssel zum Erfolg.

Gratis-Pläne im Internet, ausgeborgte Pläne anderer Athleten oder gar von Profi-Sportlern wie Sanders,  Kienle  oder  Frodeno abgeschaute, werden hier gerne als Trainingsanleitung genutzt. Der Grund dafür? Nicht selten werden hier die Kosten als Argument genannt, warum auf professionelle Trainingsplanung verzichtet wird. Ohne hier jetzt eine ausführliche Abhandlung zur Frage „Warum professionelle, individualisierte Trainingsplanung sinnvoll ist?“ darzulegen (dies könnte nämlich dann zu einer Erweiterung dieses Blogs, um sicherlich mindestens 30 Seiten führen), nur ganz kurz zusammengefasst: Eine  individualisierte  Trainingsgestaltung  hilft ganz persönliche Ziele zu erreichen und das auf eine sinnvolle und nachhaltige Art und Weise.  Standardisierte Trainingspläne können auf  persönliche Voraussetzungen, Stärken und Schwächen, vorhandenes Zeitbudget sowie zum Beispiel berufliche oder private Umstände nicht individuell eingehen – ein professioneller Trainer allerdings schon!

Zurück zur Frage wie viel professionelle,  auf persönliche Bedürfnisse und Voraussetzungen  abgestimmte  Trainingsplanung  kosten darf.  Die  meisten  professionellen Trainer  bieten  verschiedene  Pakete  an,  welche  sich hauptsächlich in  der  Betreuungsintensität unterscheiden. Hier ein kleines Rechenbeispiel zur Veranschaulichung, wieso professionelle Trainingsplanung keinesfalls überbezahlt ist. Angenommen der  monatliche  Paketpreis beträgt €140,-  inkl.  Steuern, kann der Trainer hier einen Umsatz um die €35,- pro Stunde verzeichnen. Geht man davon aus, dass die Planung inkl. Analyse der Leistungsdaten letzer Woche und Planung der nächsten Woche ca. 30 min pro Woche benötigt und weitere 15-30 Minuten zzgl. noch für die Abstimmung, das Wichtigste überhaupt, mit dem Athleten eingeplant werden. Hier wird vermutlich schnell klar, dass der zeitliche Aufwand tatsächlich oft höher ist. Achtung wir sprechen hier außerdem von Umsatz und noch keineswegs von Gewinn.  Erst abzgl. monatlicher  Fixkosten, Steuern,  Sozialversicherung etc. nähern wir uns dem Gewinn eines Trainers.  Man braucht kein Rechengenie zu sein, um hier schnell zu dem Schluss zu kommen, dass professionelle Trainer bei solchen vermeintlich teuren Paketen tatsächlich ihre Leistung unter ihrem Wert anbieten.

Die Frage sollte daher eigentlich vielleicht gar nicht lauten, wie viel darf professionelle Trainingsplanung kosten, sondern wie viel sollte sie mindestens kosten, um hier Professionalität zu garantieren.

Off-Season

Nicht nur die fallenden Temperaturen, sondern auch ein Blick auf den Rennkalender lässt erahnen, dass die heimische Triathlon Saison zu Ende ist. Einige befinden sich bereits in der wohl verdienten „Off-Season“, andere hingegen denken bereits wieder an die Saison 2019.

Aber was ist die „Off-Season“ eigentlich und braucht man sowas wirklich? Fragt man Hobbysportler ob sie sich schon in der „Off-Season“ befinden, reichen die Antworten von „Ja ich bin seit 3 Wochen nur am Essen und faul rumliegen“ bis „Nein, sowas brauche ich nicht“. An beiden Ansätzen ist was Wahres dran. Einerseits ist es am Ende einer anstrengenden Saison wichtig seine Akkus, sowohl körperlich als auch mental, wieder aufzuladen. Andererseits kann man es auch übertreiben, denn „Off-Season“ bedeutet keinesfalls Unmengen zu essen und sich gar nicht zu bewegen. Ein sportlicher Mensch treibt auch in dieser Phase Sport, weil es im Spaß macht und es ihm/ihr dann besser geht.

Im Falle von Triathleten wäre es zum Beispiel die perfekte Zeit andere Sportarten als Schwimmen, Radfahren oder Laufen auszuprobieren. Wieso nicht einmal Klettern gehen, Inline Skaten oder einfach einen gemütlichen Spaziergang mit Freunden und/oder Familie machen. Es ist nämlich auch die Zeit im Jahr, denjenigen die einen das ganze Jahr über am Streckenrand supporten wieder etwas zurückzugeben.

Nicht zu vergessen, dass die allgemeine Athletik durch Alternativsportarten verbessert werden kann. Aber nicht nur die Skelettmuskulatur wird auf diese Art und Weise neu gefordert und gestärkt. Auch unser Gehirn wird beim Ausprobieren und Üben neuer Bewegungsmuster trainiert.

Arbeitet man mit einem professionellen Sportwissenschafter in der Trainingsplanung zusammen, wird er bestätigen, dass es von Vorteil ist über den Tellerrand der eigenen Sportart(en) hinauszublicken.

Ums auf den Punkt zu bringen: Die „Off-Season“ ist ein sehr wichtiger Baustein einer guten, effektiven Trainingsplanung und macht durchaus Sinn um physisch und vor allem psychisch zu regenerieren.

Rennbericht IM-Austria. Alexander Huber

Zu meinem 30er schenke ich mir selber eine Langdistanz – im Laufe meiner Triathlonlaufbahn festigte sich irgendwann dieser Gedanke und wurde im Juli 2017, nach mehreren Jahren Triathlonsport Realität. Die Registrierung und die damit verbundene großzügig Spende an Ironman  erledigte ich am Tag nach dem IM Austria 2017. Um mir in meiner Angst beizustehen begleitet mich Leidensgenosse Luki Kaiser und war mir auch bei der Dokumentation behilflich.

Im Oktober gab es die erste Lagebesprechung mitsamt Coach. Die gemeinsam vorgenommene Einschätzung war, dass an einem perfekten Tag und bei guter Vorbereitung eine Zeit unter 9 Stunden möglich ist. Die perfekte Vorbereitung erwies sich jedoch ziemlich schnell als Luftschloss. Immer wieder warf mich gerade bei langsamen Läufen, die für eine Marathonvorbereitung nicht ganz unerheblich sind, meine Hüfte zurück.

Im Oktober gab es die erste Lagebesprechung mitsamt Coach. Die gemeinsam vorgenommene Einschätzung war, dass an einem perfekten Tag und bei guter Vorbereitung eine Zeit unter 9 Stunden möglich ist. Die perfekte Vorbereitung erwies sich jedoch ziemlich schnell als Luftschloss. Immer wieder warf mich gerade bei langsamen Läufen, die für eine Marathonvorbereitung nicht ganz unerheblich sind, meine Hüfte zurück.

Nach dem Trainingsstart im November war es Ende Juni endlich soweit und ich durfte mich auf den Weg nach Klagenfurt machen. Die Leistungen aus Trainings, sowie Wettkämpfen stimmten optimistisch und so flog ich mit einem guten Gefühl nach Österreich. Am Donnerstag erfolgte der Flug und am Abend nach der Ankunft versuchten wir im Kreise der Familie noch meiner Nervosität beizukommen. Am Freitag stand Abholen der Startunterlagen, Abfahren der Abfahrten und Vorbereiten der Wechselsäcke am Plan. Die Zeit verging im Flug und ehe ich mich versah, stand ich am Samstag schon beim Checkin. Im Vorfeld betrachtet hatte ich den Ironman-Ausflug auch als Urlaub gesehen. Davon hatte ich bis Samstag nichts mitbekommen.

Der letzten Nervosität kam ein Bekannter, etwas bedächtigerer Triathlet, mit dem  Spruch „Wovor hast du eigentlich Angst, Alex? Du kannst ja alles.“ am Samstag beim Check-In bei. Bisher hatte ich noch bei keinem einzigen Wettkampf Schlafprobleme, aber ein Start bei einem Ironman geht auch an mir nicht spurlos vorbei. Ein Zusammenschnitt von Glückwünschen meiner Familie aus aller Welt half etwas und so konnte ich zumindest bis 4 Uhr halbwegs durchschlafen.

Ab dann war die Nervosität, wie weggeblasen, da die Abläufe eigentlich immer die selben sind. Frühstücken, Anfahrt, letzte Vorbereitungen in der Wechselzone, einschwimmen und warten im Vor-Startbereich. Aufgrund des Rolling Starts war es Immens schwierig sich an anderen Athleten zu orientieren. Deshalb versuchte ich einfach ein schönes Tempo zu finden, mich gut zu orientieren und möglichst zielsicher in den Landkanal und damit die abschließenden 800m einzubiegen. Das gelang auch und nach 55:59 durfte ich auch schon wieder den Fluten entsteigen.

Offensichtlich hatte ich nach dem Schwimmen noch zu viel Kraft in meinen Armen, sodass ich mir beim anschließenden Wechsel direkt Neo+Chip vom Bein riß. Ein Wermutstropfen für meine treue Anhängerschaft, die mich aber zumindest nach 5:06 Stunden wieder zurück in die Wechselzone rollen sah. Im Vorfeld hatte ich mich oft gefragt, ob irgendwann am Rad Langeweile einkehren würde oder der Kopf Faxen macht. Im Nachhinein war ich, glaube ich, noch nie so beschäftigt am Rad – Essen, Schalten, Sichergehen nicht Windschatten zu fahren, Lenken, mit dem Kampfrichter über den verlorenen Chip debattieren – nach dem Radfahren war ich froh, als ich beim Laufen endlich nur gerade aus laufen konnte und an weniger denken musste.

In der Hoffnung, dass bei der mittlerweile hoch über uns stehenden Sonne noch ein paar vor mir einbrechen, wollte ich mich bestmöglich kühlen: Zugegebenermaßen den Style-Preis hatte ich mir damit nicht gesichert. Die Kraft, die ich nach dem Schwimmen noch zu viel hatte, wollte ich mit einem Gel alle 6 Kilometer aufrecht erhalten, ehe mir mein Körper nach 25 Kilometern realisierte, dass das wohl zu wenig war. Auf einmal war sowohl in den Beinen keine Kraft mehr, als auch im Kopf kein Wille mehr aufgrund eines Energiedefizits. Somit wurde das Notprogramm aktiviert: Cola, Cola, Cola an jeder Labe und die Jan Frodeno-Taktik kam zum Einsatz. Spazieren an den Laben, Kopf, Arme, Beine kühlen, Cola und dann wieder anlaufen. Nach 10km im eher gemäßigten Tempo-Bereich hatte ich meine Beine nach 35km im Marathon wieder halbwegs im Griff und stürmte Richtung Ziel. Das avisierte Ziel von 9 Stunden hatte ich zu diesem Zeitpunkt leider schon ad acta gelegt, nichtsdestotrotz war der Zieleinlauf und der anschließende Zusammenschluss mit meiner Supportcrew ein unfassbar emotionaler.

Am nächsten Tag wohnte ich als Interessierter der Slot-Vergabe bei. Mit Platz 16 in der Altersklasse waren meine Aussichten überschaubar. 17 Minuten waren es im Endeffekt, die mir auf die Hawaii-Qualifikation gefehlt haben, aber um es in den Worten meines Landmanns zu sagen: „I’ll be back“. Vielleicht sogar schon in Barcelona, aber jetzt gibt’s erst mal Liga-Spaß bis September mit den TTS Hamburg-Raketen.

Keine Scheu vor professioneller Trainingsplanung

Geht es um das Thema individuelle Trainingsplanung, fühlen sich Sporteinsteiger nur selten angesprochen. Vorurteile wie, Trainingsplanung sei ausschließlich etwas für Profisportler, halten sich hartnäckig und verhindern, dass gerade eben Hobbysportler und Sportanfänger von den großen Vorteile für ihren persönlichen Start in ein sportaktives Leben profitieren können.
Faktum ist: Ein individueller Trainingsplan, sprich ein z.B. wöchentlich, schriftlicher Plan, der verschieden Sporteinheiten in unterschiedlichen Intensitäten inkl. Erklärung umfasst, vom Profi erstellt ist keineswegs nur für erfahrenen Athleten zur Leistungssteigerung von Nutzen. Von standardisierten Trainingsplänen, die persönliche Voraussetzungen und Umstände gar nicht berücksichtigen können, sowie von Tipps, oftmals Halbweisheiten, aus dem Internet, ist Hobbysportlern absolut abzuraten. Die physischen Schäden, die hier in Eigenregie verursacht werden können, überschatten oftmals die Freude an der Bewegung. Beispielsweise einseitiges oder von Anfang an zu intensives Training kann von harmloser Überanstrengung, über langwierige und schmerzhafte, chronische Überbelastungen bis hin zu irreversible Schäden verursachen. Der passive Bewegungsapparat, sprich Bänder, Sehnen und Gelenke, muss langsam an die neue Belastung gewöhnt werden, um Verletzungen und bleibenden körperlichen Schäden vorzubeugen und somit die Basis für gesunden Sport und die Freunde an der Bewegung bis ins hohe Alter zu legen. Besonders Sporteinsteiger können ungemein von individueller, professioneller Betreuung profitieren. Professionelle Trainingsplanung geht auf die individuellen Voraussetzungen der Personen ein und holt jeden Sportler auf seinem persönlichen physischen und psychischen Level ab. Unabhängig davon warum der Start in ein sportlicheres Leben gewünscht wird, sei es aus eigenem Antrieb, seinem Körper etwas Gutes zu tun oder auch medizinisch indiziert, individuelle Trainingsplanung unterstützt durch stetigen Kontakt und Feedback von einem Sportwissenschafter die Motivation und bewahrt vor allem unerfahrene Sportler vor Gefahren wie Überlastungen. Jeder professionelle Trainer steht Interessenten gerne im Rahmen eines Erst- bzw. Kennenlerngesprächs für Fragen rund um die Trainingsplanung zur Verfügung. Daher gilt, keine Scheu vor individueller Trainingsplanung!

Olympische Distanz Neufeld – Rennbericht Alex H.

Nach einem genüsslichen Einschwimmen machten sich Dejan und ich auf den Weg zum Schwimmstart. Das Einchecken verlief ohne Probleme. Kurz vor dem Schwimmstart hatte auch der Wettergott ein Einsehen und die Straßen sollten bis zum Radfahren auch ansatzweise auftrocknen. Nach dem suboptimalen Schwimmstart am Samstag war ich auf Wiedergutmachung aus. Somit hämmerte ich die ersten 50 Meter nach dem Startschuss wie ein Geistesgestörter los, ehe mich mein Laktat etwas bremste. Da ich kurz diesen Startsprint verdauen musste, zogen die Top-Schwimmer, wie Molnar und Fink an mir vorbei, ehe ich mich in eine Gruppe rund um Pro Christoph Schlagbauer eingliedern konnte. Nach dem Wechsel ging es ab aufs Rad, wo zu Beginn meine Schwimmgruppe auch die Radgruppe darstellte. Da in der bisherigen Saison meine Radleistung ausbaufähig war, war mein Ziel solange, wie möglich in Sichtweite der Gruppe zu bleiben. Das gelang über die ersten 30 Kilometer auch und wir konnten gute Schwimmer, wie Werner Kranawetter oder Tom Thalhammer einsammeln. Auf den letzten 10 Kilometern am Rad zerfiel die Gruppe in die Einzelteile ehe es auf die Laufstrecke ging. Nach den Staatsmeisterschaften am Vortag war ich mir nicht ganz sicher, wie viel meine Beine noch hergeben würden. Vom Streckenrand aus wurde mir zugerufen, dass ich auf Platz zehn liege. Es glich einem kleinen Déjà-vu. Voll entschlossen wollten ich noch so viele, wie möglich vor mir einsammeln und ging von Beginn an ein hohes Tempo. Direkt in Sichtweite liefen drei Konkurrenten und ich sah, dass die Lücke Schritt für Schritt kleiner wurde. Nach vier Kilometern war ich bereits auf Platz sieben und sah vor mir niemanden mehr. Komplett fokussiert versuchte ich das hohe Tempo zu halten, ehe mir eine aufgeweichte Kurve zum Verhängnis wurde. Mit vollem Tempo rutschte ich in der Linkskurve aus und ehe ich mich versah, lag ich auf dem Boden und bekam kaum Luft. Nach diesem Schock setzte ich mich hin und versuchte den Schaden abzuschätzen. Es sah so aus, als ob es sich nurum großflächige Schürfwunden auf Knien und Ellbogen handelt und somit wollte ich unbedingt weiterlaufen. Einzig die begrenzte Atemluft-Zufuhr sollte mir dieses Vorhaben erschweren. Christophe Sauseng blieb kurz bei mir stehen, um abzuklären, ob ich ansprechbar war und half mir dann auf die Beine und forderte mich auf doch mit ihm „locker“ mitzulaufen“ – gesagt, getan. So lief ich kurz mit ihm mit, ehe ich wieder ein bisschen schneller laufen konnte und ihn zum zweiten Mal überholen konnte. So machte ich mich blutverschmiert auf den Weg noch einmal die selben Leute zu überholen, die ich bereits in Runde 1 überholt hatte – ein frustrierendes Gefühl. Auftrieb gab mir, dass ich auf der zweiten Runde Teamkollegin Iris Thalhammer traf die führende Dame war. Nach einem kurzen Wortwechsel machte ich mich auf Richtung letztem Kilometer, wo Christophe Sauseng noch einmal angriff und sich vor mich setzte. Kurz schwankte ich zwischen Christophe den siebten Gesamtrang zu überlassen und einen Zielsprint zu forcieren, ehe ich bei mir dachte, dass ich auch nichts geschenkt haben will und Christophe das ähnlich sehen würde. Somit zog ich auf der Zielgeraden vorbei und durfte mich über den siebten Gesamtplatz freuen. Nach dem Zieleinlauf testete ich auch noch die Sanitäter, welche mich verarzteten, ehe ich gemeinsam mit dem P3-Team noch den Abbau des Veranstaltungsgeländes in Angriff nahm.

Staatsmeisterschaft Sprintdistanz Neufeld – Rennbericht Alex H.

Am Samstag war es soweit und nur sechs Tage nach der Halbdistanz im Kraichgau durfte ich mich in Neufeld beim Triathlon-Festival mit den richtig schnellen Jungs über die Sprintdistanz messen. Der Start ähnelte einem Gemetzel und ich kam überhaupt nicht ins Schwimmen. Es galt zwei Bojen zu umschwimmen. Zwischen erster und zweiter Boje zog ich einen Zwischensprint an, um zumindest irgendwie noch eine ansprechende Schwimmzeit zu erzielen. Auf dem Weg in die Wechselzone registrierte ich vor lauter Laktat gar nichts und konzentrierte mich ganz auf meinen Wechsel. Einzig beim Rauslaufen nahm ich Sebastian Czerny, ein Mann mit Bundesligaerfahrung, wahr und war mir bewusst, dass das Radfahren rasant werden könnte. Wie erwartet schoss Sebastian auch kurz nach der Wechselzone an mir vorbei und ich hing mich sofort in seinen Windschatten. Kurzzeitig war der Puls jenseits von gut und böse, ehe auf der ersten ebenen Passage mal ein erstes Durchatmen gab. Da registrierte ich, dass in unserer ca. zehn Mann starken Gruppe auch Niko Wihlidal war. Wie zu erwarten kümmerten sich Sebastian und Niko um das Tempo. Nach ca. 15 Kilometern war dann auch wirklich die erste große Gruppe in Sichtweite und wir konnten kurz vor der Wechselzone aufschließen. Ganz vorne war eine Gruppe rund um Lukas Hollaus und drei starken Schwimmern zu weit enteilt, um diese auch noch zu stellen. So kam es kurz vor der Wechselzone zum Zusammenschluss und wir rollten ca. zu 40. Richtung T2. Da der Zusammenschluss erst gegen Ende erfolgte, hielt ich mich im Hintergrund und wechselte eher im letzten Drittel der Gruppe, konnte aber durch einen schnellen Wechsel dennoch als 6. der Verfolgergruppe aus der Wechselzone starten. Niko Wihlidal lief leider ein paar Meter zu viel vor mir, sodass es für mich nicht möglich war, mit ihm mitzugehen. Irgendwo auf der Laufstrecke vernahm ich dann die Info, dass meine Vierergruppe wohl um Platz zehn herum lag. Leider musste Teamkollege Tom Thalhammer reissen lassen, ehe ich mir mit Marcel Pachteu-Petz einen Zielsprint um Platz zehn liefern durfte. Leider hatte er die schnelleren Beine und ich musste mich um wenige Zentimeter geschlagen geben. Wie die Zeitnehmung dann verfuhr, ist mir ein Rätsel, da ich anschließend mit 30 Sekunden hinter Marcel gewertet wurde. Nichts desto trotz blieb die Freude über den Titel des österreichischen Vize-Meisters.

Ironman 70.3 Kraichgau – Rennbericht Alex H.

Nach einem entspannten Samstag (Rad einchecken erst ab 16:00) gab es am Abend noch die obligatorische Pizza, bevor der Wecker auf 6:00 gestellt wurde. Der Startschuss für die männlichen Pros sollte in Ubstadt-Weiher um 09:00 starten. Meine Welle (M25-29) ging um 9:20 gemeinsam mit der Welle der 18-24 Jährigen auf die Strecke. Wie immer positionierte ich mich in der ersten Reihe und erwischte einen Traumstart. Anschließend hing ich mich an die Beine meines Vordermanns, der mich durch viele vor uns Gestartete führte, ehe ich nach 27:07 Minuten das Schwimmen erledigt hatte. Nach einem schnellen Wechsel ging’s ab aufs Rad. „Dont be an idiot“ war mein Mantra für die ersten 45 Kilometer. Nach 20 Kilometern war Zeit für einen halben Riegel, nach 50 Kilometern gabs eine halbe Banane. Der hügelige Kurs im Kraichgau war abwechslungsreich und technisch einfach. Dementsprechend konnte ich meine Taktik noch einmal entsprechend dem Zustand meiner Beine anpassen. Nach 70 Kilometern merkte ich dass das Radfahren doch länger ist, als eine olympische Distanz und somit gabs noch ein Gel und die Devise „Nur nicht vor dem Halbmarathon verheizen“. Da ich das Laufen zu meiner Stärke zähle, nahm ich also am letzten Hügel (dem Schindelberg) etwas raus und bereitete mich auf den hügeligen Halbmarathon mitten in Bad Schönborn vor. Nach einem flinken Wechsel rannte ich auf die Laufstrecke und vernahm von Beginn an „Go Sebi-Rufe“. Sebastian Kienle war auf seiner letzten von drei Runde während ich mich auf meiner ersten befand. Nach 3,4 Kilometern wurde mir bewusst, dass er sich schwer damit tat mich zu überholen. Als es dann so weit war, wollte ich unbedingt das Gefühl auskosten im Windschatten des Weltmeisters mitzulaufen. So vergingen die nächsten Kilometer wie im Flug ehe sich Sebi auf Richtung Ziel machte und ich noch 14 Kilometer vor mir hatte. Anschließend meldete sich mein Magen und ich musste aufgrund von Krämpfen etwas das Tempo drosseln. Erst gegen Ende hin konnte ich wieder eine anständigere Pace (4:00/km) laufen und durfte mich dann im Ziel über einen 1:25 Halbmarathon freuen. Nach 4:31 Stunden durfte ich mich im Zielbereich am Buffet laben ehe es bei der Slotvergabe noch einmal spannend wurde. Schlussendlich hat es für die 70.3 WM in Australien gereicht und ich darf jetzt für 19 Tage Australien inklusive Urlaub planen.

Tulln Triathlon Olympische Distanz

Am Sonntag startete ich in Tulln auf der Olympischen Distanz. Meine erste Olympische seit zwei Jahren, dementsprechend spielte die Nervosität auch ein bisschen mit, da sich mein Trainingsumfang in Grenzen hält. 😉
Gleich zu Beginn eine schlechte Nachricht für einen schlechten Schwimmer wie mich – Neoverbot! Nichts desto trotz versuchte ich Gas zu geben im Wasser. Ich fühlte mich ungewohnt gut und nach dem Blick auf die Ergebnisliste wusste ich auch warum…
Dann kam ich zu meiner Lieblingsdisziplin, rauf aufs Rad! Von Anfang an versuchte ich ordentlich Power auf die Pedale zu bekommen und ab der Hälfte der ersten Radrunde konnte ich Platz um Platz gut machen. Dann ging es in die Wechselzone und rein in die Laufschuhe (ehrlich gesagt hatte ich ein wenig Angst vorm Laufen, da ich mich am Rad ziemlich weggeballert habe) und ab auf die Laufstrecke. Die Laufstrecke entlang der Donau war sehr schön nur richtig genießen konnte ich sie leider nicht. Ab Kilometer 8 ging mir dann langsam aber sicher ziemlich der Akku aus. Ich kämpfte mich dann noch mit letzter Kraft ins Ziel und konnte den guten 3. Platz in meiner Altersklasse belegen. Auch die Laufzeit mit knapp unter 42 Minuten war für meine Verhältnisse zufriedenstellend. Dieses Wochenende geht es für mich und meine Athleten beim Neufeld Triathlon weiter. Stay tuned…

 

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